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1008. Giovanni Francesco Bezzi, genannt il Nosadella
(Bologna 1530–1571)
zugeschrieben
Die heilige Familie mit der heiligen Katharina von Alexandrien. Öl auf Holz. 74,5x60 cm. Gerahmt.
- Auf der rechten Seite Platte vertikal gebrochen, Rückseite verstärkt. Farbverluste im Randbereich. Krakeluren. Retuschen. Stellenweise Rippeln im Firnis.
Wir danken Prof. Riccardo Lattuada und Prof. Vittoria Romani für Ihre wertvolle Hilfe bei der Katalogisierung dieses Gemäldes.
Provenienz:
- Sammlung Edmund Antrobus, Christie’s, London, 12.3.1788, Lot 60 (als Parmigianino).
- Kauf bei Ph. Elerich (P.h. Elrich?) London 1952 (mit einem Gutachten von Lili Fröhlich-Bume London, 1952).
- Sammlung Dr. Emil Kern (1914-2014), Agentenhaus, Horgen, bei obigem erworben.
Dieses Gemälde, das Nosadella in seinen späteren Schaffensjahren zugeschrieben werden kann, zeigt Anzeichen einer Auseinandersetzung mit den emilianischen Vorbildern, von Correggio bis Parmigianino, die der Künstler parallel zum Bologneser Maler Lorenzo Sabatini (um 1530–1576) geführt hat. Dies scheint eine relevantere Referenz zu sein als die Vorbilder von Prospero Fontana, um die Wahl einer schlichteren Komposition und einer raffinierten Malweise zu erklären, wie die Farbwahl für das Kleid der Jungfrau mit seinen schillernden Reflexen und Details, wie dem goldgefütterten Schal der Jungfrau und dem Kleid des Kindes zeigen.
Der Kopf des Heiligen Josef lässt sich mit dem des Priesters im Altarbild der Circoncisione in Santa Maria della Vita in Bologna vergleichen, das von Nosadella begonnen und nach dessen Tod im Jahr 1571 von Fontana vollendet wurde. Für denselben Auftraggeber (Girolamo Alamandini) hatte Nosadella sein bekanntestes Werk gemalt, das Altarbild des Oratoriums der Battuti in Santa Maria della Vita. Der Kopf des Josef ist typisch für den Maler, ebenso wie die Heilige Katharina, die sehr ähnlich in der mystischen Hochzeit der Heiligen Katharina aus einer Privatsammlung erscheint. Das Kind hat eine sehr ähnliche Physiognomie wie das jenes in der Heiligen Familie mit der Heiligen Agnes, das sich heute im Schloss Villandry befindet.
Schätzung: CHF 10'000 – 15'000EUR 11'360 – 17'050
Details1023. Jacques Villon
(Damville 1875–1963 Puteaux bei Paris)
Aux Pieds d'Omphale (Repos d'été). 1939. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert, verso auf Ausstellungsetikett betitelt. 90x117 cm. Gerahmt.
Das Werk ist im Catalogue Raisonné des Küntlers von Patrick Bongers (Edition Louis Carré & Cie), der sich in Vorbereitung befindet, unter der Nummer C12325 registriert.
Provenienz:
- Sammlung Paul Bauret (gemäss Ausstellungskatalog von 1951).
- Dr. Fritz Nathan und Dr. Peter Nathan, Zürich.
- Schweizer Privatbesitz, bei obigem 1974 gekauft.
Ausstellung:
- Musée national d'Art moderne, Paris, Jacques Villon, 5.2.-25.3.1951, Nr. 47.
Schätzung: CHF 30'000 – 50'000EUR 34'090 – 56'820
Details1034. Josef Albers
(Bottrop 1888–1976 Orange)
SP-III. Aus: SP Series. 1967. Farbserigraphie auf Karton. 4/125. Unten rechts monogrammiert und datiert. Darstellung 49,8x50 cm. Kartongrösse 61x61 cm. Gerahmt.
- Kartonoberfläche minimst gebräunt und leicht fleckig. Minimster oberflächlicher Abrieb. Oben im grünen Teil mit winzigem Farbausbruch.
Literatur:
- Danilowitz Nr. 175.3, S. 121 m. Abb.
Schätzung: CHF 3'000 – 5'000EUR 3'410 – 5'680
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