Historische Waffen
Die Kunstfertigkeit der Schmiede, Schlosser und Büchsenmacher hat zu allen Zeiten bei ihren Ausführungen faszinierende und kunstvolle Angriffs- und Abwehrinstrumente hervorgebracht.Gerne stehe ich Ihnen für nähere Auskünfte zur Verfügung.
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Vergangene Highlights zu diesem Sachgebiet
377. Offiziers-Morion
Deutsch (hl. röm. Reich deutsch. Nation), um 1590–1630. Einteilig und ganz symmetrisch geschlagene Glocke mit hohem geschnürltem Kamm und stark aufgebogener, geschnürlter Krempe. Ganzflächig qualitätvoll mit gut erhaltenen Renaissance-Rankenmustern und figürlichen Darstellungen geätzt. Auf der linken Helmseite in einem runden Medaillon abgebildet die alttestamentarische Szene, in der Abraham auf Geheiss Gottes im Begriff ist, seinen Sohn Isaak zu opfern, was im letzten Moment durch einen Engel verhindert wird. Im Zentralmedaillon der rechten Helmseite ist ein berittener und gerüsteter Offizier mit einer Frühform des Zylinders abgebildet. Darüber der Habsburger Doppeladler. In den beiden Zentralmedaillons des Helmkamms ist links ein Bannerträger und rechts ein osmanischer Würdentträger abgebildet. Der Helm weist noch alle 16 Futternieten auf, sowie innen Reste des Futterleders. Innenseite mit Hammerspuren und unverputzter , dunkler Innenraumpatina. L 36,5 cm, B 22,5 cm, H 29,5 cm.
Schätzung: CHF 2'400 – 3'000EUR 2'670 – 3'330
Zuschlag: CHF 6'500
Details388. Enigma-Chiffriermaschine, K-Serie
Schweizer Armee. Hersteller: Heimsoeth & Rinke (H&R), Berlin, ausgeliefert ab 1938–1942, Seriennummer K 501, mit Fernlesegerät Batterie und Ersatzlampen in Holzkasten. Tastatur mit 26 Tasten, QERTZ-Abfolge. Drei Walzen und eine setzbare Umkehrwalze (UKW). Guter gepflegter Erhaltungszustand, in zugehörigen Holzkästen. L 28 cm, B 26 cm, H 11 cm ohne Kasten. Abmessungen Kasten: L 38 cm, B 30 cm, H 15,5 cm.
Schätzung: CHF 36'000 – 45'000EUR 40'000 – 50'000
Zuschlag: CHF 55'000
Details391. Säbel, Shamshir
Persisch, um 1890. Aufwändig floral geschnittenes Goldgefäss mit charakteristisch abgebogener Knaufkappe, gerader Parierstange mit Enden in Form plastisch ausgearbeiteter Pinienzapfen und zentralem Blütenmotiv. Die Griffschalen aus poliertem Walrossbein, Seitenbleche und Drahtwicklung aus Gold. Ältere Rückenklinge (L 78,5 cm) aus dunklem Wootz mit "Mohammedsleiter". Holzscheide mit dunkelgrünem Samt bespannt und an den Schmalseiten mit Goldbrokat abgenäht. Die Beschlagteile und Tragringe en suite aus Gold gefertigt und mit floralen Blüten- und Rankenmustern geschnitten. Zwischen den Tragringen ein Lederriemen, der mit 16 S-förmigen Goldappliken besetzt ist. L 92 cm.
Schätzung: CHF 20'000 – 24'000EUR 22'220 – 26'670
Zuschlag: CHF 20'000
Details604. Krummdolch, Jambiya
Nordjemen 19./20. Jh, Typ Aseeb. Horngefäss mit Silberbeschlägen und Ziernägelchen. Zweischneidige, gekrümmte Klinge (L 19 cm) mit akzentuiertem Mittelgrat und rezent oberflächlich eingekratzter elfstelliger Ziffer. Fein gearbeitete Scheide aus punziertem und getriebenem Silberblech über Holzkern. L 30,5 cm.
Schätzung: CHF 300 – 500EUR 320 – 530
Zuschlag: CHF 2'000
Details630. Jagd-Armbrust
Schweiz, Bern, 2. Hälfte 16. Jh. Mit floralen, geometrischen Motiven und Schleifenband aufwändig verbeinte Nussbaumsäule (L 64 cm) mit Bolzenlager und Nuss und ebenfalls aus poliertem Bein. Ergänzter Bolzenklemmer aus Horn. Vorne ein Trag-/Hängering aus Schmiedeeisen. Klappvisier und Bolzenklemmer wohl im Verlauf der Gebrauchsphase ergänzt, bzw. erneuert. Abzugbügel und Bogen aus Stahl mit Textilwicklung versehen. Stahlbogen (L 58 cm) mit gezackter Radmarke und tief geschlagenem Wappenstempel. Auf der Aussenseite des Bogens sind ein brettchengewebtes Textilband und alle sechs Textilbommel erhalten. Zahnstangenwinde mit Traghaken und Jahreszahl "1569" um in Buntmetall eingelegtes Wappen mit Figur links und Drudenfuss rechts. L 64 cm.
Schätzung: CHF 5'000 – 6'000EUR 5'560 – 6'670
Zuschlag: CHF 12'000
Details637. Prunk-Radschlossbüchse, Teschinke
Teschen, dat. 1684. Oktogonallauf (L 91,4 cm), Kal. 11 mm gezogen, Klappenvisier und geschobenes Messingkorn. Auf der Laufoberseite im Kammerbereich eine Marke "Schwan unter W.S.". Die flache Schlossplatte mit aussenliegendem Rad ist fein mit einer Bärenjagdszene graviert, im Hintergrund eine Stadt. Der Hahn ist figürlich und floral graviert. Abzug mit etwas verbogenem Nadelstecher, gefingerter Abzugbügel aus Eisen. Aufwändigst mit Bein und feinsten Beinspänen eingelegter Vollschaft aus rötlichem Edelholz. Dargestellt ist geometrisches Ranken- und Beschlagwerk, ergänzt von realistisch figürlichen bis grotesken Darstellungen - darunter u.a. ein Doppeladler unter einer (Blüten-) Krone, sowie Adam und Eva. Unter dem Deckel der Kolbenlade ist ein Beinplättchen mit der Jahreszahl "1684" graviert. Ladestock und Spannschlüssel fehlen. Eisenteile mit punktweise einsetzender Korrosion. L 119 cm.
Schätzung: CHF 20'000 – 40'000EUR 21'050 – 42'110
Zuschlag: CHF 24'000
Details641. Richtschwert
Österreich, Tirol, 17. Jh. Kreuzgefäss mit aussergewöhnlich grossem, gewendelt befeiltem Birnknauf, Knaufhals und Nietknäufchen. Parierstangenarme zu den Enden hin verbreitert und von rundem Querschnitt. Lederbezogene, gegliederte Hilze mit Lederbespannung. Zweischneidige Klinge (L 79,4 cm) mit 1,5 cm langer Fehlschärfe und 76,5 cm langer, schmaler Hohlkehle. Wohl quartseitig eine Marke "MD" oder "MT" über einem Doppelpfeil. Auf der Stärke dieser Seite ist ein Galgen samt Delinquent, sowie das Motto "GOTT STERCKE" über einem Stern graviert, der von zwei Blumen flankiert ist. Auf der Gegenseite ein achtspeichiges Rad unter dem Motto "SOLI DEO GLORIA" und über denselben Motiven, wie auf der gemarkten Seite. L 104 cm, G 1870 g.
Schätzung: CHF 3'800 – 5'000EUR 4'220 – 5'560
Zuschlag: CHF 3'800
Details659. Silberdegen
Frankreich, Strassburg, um 1780. Silbergefäss mit gewendelt gestaltetem Kugelknauf, Griffbügel und symmetrisch nierenförmigem Stichblatt en suite. Auf der Innenseite des Stichblatts befinden sich zwei Silberstempel, "Bekröntes G" und "13 unter Lilie", welche Strassburg zuzuordnen sind. Bauchige Hilze mit Silberdrahtwicklung zwischen gepunzten "Türkenbundzwingen". Leicht angelaufene Stossklinge (L 70 cm) von hexagonalem Querschnitt. L 84,5 cm.
Schätzung: CHF 700 – 900EUR 740 – 950
Zuschlag: CHF 2'600
Details693. Steinschlosspistole
Osmanisches Reich, 17.–19. Jh. Oktogonallauf (L 25 cm) des 17. Jh., Kal. 14 mm, aus aufwändigst um einen Dorn geschmiedeten "Wickeldamast". Dieser besteht aus einem Komposit von Mäander-, Streifen- und Torsionsmuster. Die Laufoberseite ist qualitätvoll floral geschnitten. Darunter eine Laufschiene aus drei feinen Torsionsstäbchen als Führung für den ausklappbaren Eisenladestock. Schlossplatte und Hahn bombiert, erstere unten bezeichnet mit "NANO" und graviert mit der floralen Abstraktion eines "schreitenden Löwen". Schlossgang def. Floral gravierte Eisengarnitur. Bestossener und vorne etwas eingerissener Nussbaum-Halbschaft. Eisenladestock mit Klapphalterung gegen Verlust. L 40 cm.
Schätzung: CHF 400 – 800EUR 440 – 890
Zuschlag: CHF 850
Details701. Bedeutender Muskelpanzer, Kürass
Griechenland, Kampanien od. Apulien, 4.Jh.v.Chr. Brust und Rücken aus anatomisch stimmig getriebenem, bis zu 2 mm starkem Bronzeblech mit braun-grüner Edelpatina. Brust mit einer Bruchstelle am linken Schulterbereich und einer Flickung aus der Gebrauchsphase an der linken Flanke. Rezente Reparaturstellen/Restaurationen auf der Innenseite. Beide Rüststücke mit randlichen Lochungen zur Fixierung auf einem textilen oder aus Leder bestehenden Trägermaterial. H Rücken 38,2 cm, B 36,5 cm; H Brust 34 cm, B 33 cm.
Schätzung: CHF 15'000 – 30'000EUR 16'670 – 33'330
Zuschlag: CHF 32'000
Details716. Pulverflasche
Deutschland, um 1550. Geweihgabelstück aus Hirschhorn, schauseitig geglättet und plastisch mit einem Panzerreiter zwischen gravierten Renaissance-Ranken beschnitzt. Schön patinierte und mit Durchbrechungen gearbeitete Eisengarnitur. Deckel mit funktionierendem Federmechanismus. Rückseitig Tragring. L 23 cm.
Schätzung: CHF 1'100 – 1'500EUR 1'220 – 1'670
Zuschlag: CHF 1'100
Details755. Enigma-Chiffriermaschine, K-Serie
Modell für Schweizer Armee. Hersteller: Heimsoeth & Rinke (H&R), Berlin, ausgeliefert ab 1938–1942, Seriennummer K 759, mit Fernlesegerät und Batterie in Holzkasten. Tastatur mit 26 Tasten, QERTZ-Abfolge. Drei Walzen und eine setzbare Umkehrwalze (UKW). Guter gepflegter Erhaltungszustand; aus Schweizer Zeughausbestand, in zugehörigen Holzkästen. L 28 cm, B 26 cm, H 11 cm ohne Kasten. Abmessungen Kasten: L 38 cm, B 30 cm, H 15,5 cm.
Schätzung: CHF 40'000 – 60'000EUR 44'440 – 66'670
Zuschlag: CHF 65'000
Details764. Magnatensäbel
Osmanisches Reich, 1. Hälfte 19.Jh. Vergoldetes Messinggefäss mit geteiltem und verschraubtem Knaufstück in Form zweier fein gegossener und nachbearbeiteter Wolfsköpfe. Parierstange aus vergoldetem Messingblech mit Ringösen an den Enden. Hilze aus poliertem Bein, terzseitig mit Halbmonddarstellung. Die Seitenbleche und Parierstange mit punziertem Mäandermuster. Rückenklinge (L 84 cm) aus feinem Raffinierstahl (Lagenstruktur im Rücken) mit Yelman und in Kammstrich aufgeätztem Damastmuster. Auf der Stärke Reste von ehemals vergoldeten Mondsichelsymbolen und Inschriften. Holzscheide mit grünlichem Samtüberzug, en suite mit vergoldeter Messinggarnitur. Am Mundblech der Terzseite ein Sultansporträt, Längsachse der Scheide mit Mäandermuster verziert. L 103 cm.
Schätzung: CHF 1'800 – 3'000EUR 2'000 – 3'330
Zuschlag: CHF 4'000
Details771. Krummdolch, Jambiya
Indien, um 1800. Aufwändig floral geschnittenes Griffstück aus blassgrünlicher Jade. Leichte, fein geschliffene zweischneidige Wootz-Klinge (L 34,5 cm) mit hohl geschliffener Mittelschiene. Am Ansatz aufwändig floral und geometrisch geschnittenes Motiv mit qualitätvoller Vergoldung in Koftgari. Holzscheide mit beriebener, ursprünglich violetter Samtbespannung und fein floral aus SIlberblech getriebenem Ortband und Mundblech. L 48 cm.
Schätzung: CHF 1'200 – 1'800EUR 1'330 – 2'000
Zuschlag: CHF 5'500
Details1001. Schwert
Mitteleuropa, 13./14. Jh. Kreuzgefäss mit Scheibenknauf und sichelförmig zum Klingenort gebogener Parierstange (L 22 cm), die Hilze fehlt. Gut erhaltene, zweischneidige Klinge (L 79,5 cm) mit zum Ort hin zulaufenden Schneiden und 52 cm langen Hohlkehlen. Auf einer Flachseite ist der Rest einer Klingeneinlage aus zwei konzentrischen Kreisen erhalten. Auf der anderen, 9,5 cm unterhalb der Parierstange, ein in Silber oder Zinn eingelegtes Kreuz.
L 98 cm, G ca. 1140 g.
Schätzung: CHF 2'200 – 4'000EUR 2'440 – 4'440
Zuschlag: CHF 4'500
Details1007. Zweihänder, Spadone
Norditalien, 2. Hälfte 15. Jh. Kreuzgefäss aus Eisen mit nabenförmigem Scheibenknauf, dessen Zentralflächen spätgotisch durchbrochen gearbeitet sind. Um diese Zierfelder beriebene Reste einer Kupfertauschierung. Leicht zum Ort hin gebogene Parierstange mit "eingerollten" Enden, geschnürlten Zierleisten und Zierfeilungen. Zweigeteilte Eisenhilze, im vorderen Bereich mit Hornplatten unterlegt. Alt korr. zweischneidige Klinge von hexagonalem Querschnitt (L 122,5 cm) mit annähernd lilienförmiger Schmiedemarke, sowie Gebrauchs- und Nachschliffspuren. L 169 cm, G 2980 g.
Schätzung: CHF 2'000 – 3'000EUR 2'110 – 3'160
Zuschlag: CHF 9'500
Details1019. Pulverflasche
Basel, 1. Hälfte 17. Jh. Korpus aus gepresstem Kuhhorn, komplett mit schwarzlotgefüllten, floralen und konzentrischen Gravuren verziert. Schauseitig ein Familienwappen mit zentralem Fleur-de-Lys und gekreuzten Pfeilen/Speeren mit Kreuzenden. Rückseitig eine zentrale Rosenblüte zwischen Blattranken. Die Seitenflächen mit "laufendem Wolf" verziert. Feuervergoldete Eisengarnitur mit floralen Gravuren. L ca. 37 cm.
Schätzung: CHF 900 – 1'400EUR 950 – 1'470
Zuschlag: CHF 1'500
Details1023. Glefe, Falcione
Norditalien, Veneto, 1. Hälfte 16. Jh. Messerförmige Rückenklinge (L 76,5 cm) mit 30 cm langer Rückenschneide, zwei Schlag-/Parierdornen am Blattansatz, einem sichelförmigen Rückenhaken und einer Rechtecktülle unter kapitellförmiger Verdickung. Stark beriebene Reste von Ätzungen/Gravuren auf Blatt und Tülle. Aufputz und rote Samtbespannung des Oktogonalschafts bereichsweise erhalten. Mehrere Ziernägel mit Löwenmascarons. L 217 cm.
Schätzung: CHF 1'600 – 2'200EUR 1'780 – 2'440
Zuschlag: CHF 2'400
Details1052. Rundschild, Sipar
Indien/Persien, 18./19. Jh. Gewölbter Holzkern mit feiner, aussen schwarz und innen rot gerfärbter Lederbespannung. Die vier Buckel, welche die Griffringe mit Kissen auf der Innenseite fixieren sind mit Türkisen besetzt, welche wiederum mit je vier Blüten aus rötlichen Schmucksteinen (Rubine?) besetzt sind. Die Buckeleinfassungen aus Buntmetall sind vergoldet. Das Zentralfeld der äusseren Schildseite ist mit einem feinen Gold-Rankenmuster verziert. Durchm. 54 cm.
Schätzung: CHF 800 – 1'500EUR 890 – 1'670
Zuschlag: CHF 6'000
Details1093. Prunksäbel, Shamshir
Persien, 1. Hälfte 19. Jh. Getriebenes und fein ziseliertes Silbergefäss mit floralem Dekor und bunten Emaileinlagen. Parierstange terzseitig mit zentraler Inschriftenkartusche und umlaufenden Inschriften aus dem Koran. Dunkel angelaufene Wootz-Rückenklinge (L 77,5 cm) mit komplett floral geätzten Rückenkehlungen. Auf der berieben vergoldeten Stärke in Gold eingelegt, eine Inschriftenkartusche. Silberscheide en suite mit dem Gefäss verziert und emailliert; im Ortbereich gelöste Lötung. Analog zur Parierstange sind auf der Scheide zwei Inschriftenkartuschen mit jeweils umlaufendem Schriftband vorhanden. L 90,5, G ca. 600 g.
Schätzung: CHF 8'000 – 12'000EUR 8'420 – 12'630
Zuschlag: CHF 32'000
Details


















